11. Mai 2017

Wieder eine kalte Nacht zwischen schneebedeckten Bergen. Umso schöner am nächsten Morgen eine heiße Dusche im Blockhouse von Bell II und einen Kaffee im dazugehörigen Café zu haben. Zeit um die Nachrichten und Emails zu checken und den Blog zu laden und dann ging es weiter auf dem Cassiar Highway, einer der schönsten Routen British Coumbias. Zwischen schneebedeckten Bergen und zugefrorenen Seen fuhren wir bei frühlingshaften Temperaturen einsam durch die grandiose Natur. 





Es dauerte nicht lange bis uns die ersten Bären über den Weg liefen. 




Der Höhepunkt aber war ein Meister Petz, der gemütlich in der Astgabel einer Pappel saß und die frischen Knospen abkaute. Es war köstlich ihm zuzuschauen und da er nicht abhauen konnte, war er auch ein dankbares Fotomotiv. Gerne hätten wir noch gesehen, wie er von diesem Baum wieder runterkommen wollte, aber der "Tisch" war zu reich gedeckt und es war kein Ende des Gelages abzusehen.






Unterwegs konnten wir in Dease Lake nochmal die Vorräte auffrischen und den Tank füllen (Diesel wird hier oben teurer) und auf einem Picknickplatz unsere Mittagsrast machen, bevor es in Jade City einen längeren Stopp gab. Ohrringe waren angesagt und schnell gefunden :)
Kurt konnte in der Zwischenzeit mit der netten Verkäuferin klären, dass wir gestern kein Stinktier, sondern ein Porcupine, ein Stachelschwein gesehen hatten.
Nicht weit entfernt von Jade City liegt der Boya Lake, der uns von unserem letzten Aufenthalt in der Gegend noch in allerbester Erinnerung ist. Ein wunderschöner Platz !
Leider haben die Provincial Parks alle erst ab Victorias Day in der nächsten Woche geöffnet und wir hatten keine Hoffnung, dass es beim Boya Lake anders sein könnte. Die Einfahrt war aber nicht verschlossen und so fuhren wir hinein und fanden unseren traumhaften Campground menschenleer aber offen vor. Sofort haben wir uns den schönsten Stellplatz mit herrlichem Blick über den Boya Lake und die schneebedeckten Berge ausgesucht. Welch ein Glück!
Nach einem kurzen Trail über die Halbinsel mit weiteren tollen Blicken genießen wir nun unseren Platz und bald wird das Feuer lodern. Kein Telefon, kein Internet - nur Natur und viel Getier (aber harmloses, wenn man von den kanadischen Kampf-Eichhörnchen absieht).



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