23. Mai 2017
Kurt war heute Nacht extra draußen um zu sehen, ob "sein" Bär wieder da ist und auch heute Morgen gingen suchende Blicke umher. Der hatte sich wohl aber doch zu sehr erschreckt und tauchte nicht wieder auf. Dafür hoppelten gigantische Hasen über den Platz...
Wir verließen den Moon Lake und fuhren wieder auf dem Alaska Highway bis zur Abzweigung zum Tailor Highway. Dort fuhr uns der Schreck in die Glieder, denn auf einem Schild stand: Custom Closed.
So ein Mist! Unsere ganze Planung über Chicken und den Top of the World-Highway nach Dawson zurück nach Kanada zu fahren, schien sich zu zerschlagen. Das würde bedeuten, die schon bekannte Route zurück zu fahren und einen schönen Teil der Route abschreiben zu können. Allerdings steht überall, dass die kleine Grenzstation immer Mitte Mai öffnet und die Straßen sind schneefrei, es gibt also eigentlich keinen Grund, warum der Übergang noch geschlossen sein sollte. Wir entschlossen uns, die 66 Meilen bis Chicken auf jeden Fall zu fahren und uns dort genauer nach dem Stand der Dinge zu erkundigen.
Bei Meile 20 erspähten wir einen Wolf auf dem Tailor Highway. Leider war er zu schnell im Dickicht verschwunden und wir konnten ihn nicht mit der Kamera einfangen.
Chicken ist eine typische Goldgräbersiedlung, die aus drei Abstellplätzen für Camper mit jeweils Café besteht, einer Tankstelle und in Downtown (!) Chicken drei Häusern aus der Goldrauschzeit mit kleinem Shop, Café und Saloon. Außerdem drei Dredges (riesige Eimerketten-Schwimmbagger zum Goldwaschen) und überall Figuren und Bilder von Hühnern (Chicken).
Wir haben uns einen der Campgrounds mit Duschen für heute ausgesucht und, da es leider zu Beginn der Saison noch keine Besichtigungsmöglichkeit der Dredges gibt, eine Pfanne zum Goldwaschen ausgeliehen. Kurt wollte unbedingt die Urlaubskasse aufbessern und so haben wir den Dreck gewaschen und geschüttelt und vermeintliche Goldstückchen gesammelt. Der Campgroundbesitzer hat uns dann eine kurze Einführung in die Technik gegeben und bei ihm blieben zum Schluss tatsächlich ein paar Goldflitter übrig. Er wollte dann unser Sammelgläschen, in das wir eifrig schon die kleinen, wie wir dachten Goldklümpchen gefüllt hatten. Wie peinlich !!!
Wir haben es dann noch einige Male mit seiner Technik versucht, aber am Ende war die Pfanne immer leer. Ein mühsames Geschäft. Die goldenen Zeiten sind für diese Gegend hier in jeder Hinsicht vorbei aber es gibt einige, die unermüdlich weiter suchen nach den großen Goldnuggets.
Die gute Nachricht ist, dass die Grenzstation seit Sonntag geöffnet hat und nur vergessen wurde das Schild an der Kreuzung zum Tailor Highway abzuhängen. Gut, dass wir uns nicht haben abschrecken lassen. So geht es morgen also auf den Top of the World-Highway. Wir lassen Alaska hinter uns und kehren zurück in den Yukon nach Kanada.








Kommentare
Kommentar veröffentlichen