24. Mai 2017

Wir lassen die Goldgräberträume zurück in Chicken und machen uns auf den Top of the World-Highway. Welch ein Name. Er verspricht ja so einiges - To be on top of the world. Wir assoziieren das jetzt mal nicht politisch, sondern erwarten, wie vom Reiseführer versprochen, tolle Aussichten. Die Strecke ist zum Teil Schotterpiste, zum Teil aber auch schon eine frisch asphaltierte Straße. Die Zeiten, in denen die Passage nur den 4wheel-Trucks erlaubt wurde, sind vorbei (würde uns auch nicht stoppen,- wir haben ja einen davon).
Wir sichten nun vermehrt Camper, die sich offensichtlich mittlerweile von Whitehorse kommend auf den  Weg gemacht haben, trotzdem ist die Strecke immer noch so leer, dass sich ein Grizzlie auf dem Highway sicher fühlte. Leider war auch er wieder blitzschnell im Dickicht verschwunden und entzog sich dem Fototermin. Ebenso ein Fuchs, von dem nur dessen Schwanz noch einen Moment länger zu erspähen war. Am lustigsten sind hier die ground-squirrels, diese ganz kleinen Hörnchen. Sie hüpfen über den Highway, bleiben stehen, schauen sich interessiert um was das kommt und bringen sich dann im letzten Augenblick hüpfend in Sicherheit. Lustige Gesellen!
Die frisch geöffnete Grenzstation besteht aus einem Grenzhäuschen, welches sich Canada und die USA teilen. Wieder wurden wir von einer kanadischen Grenzerin intensiv befragt. Ganz irritiert war sie über den fehlenden Einreisestempel aus Vancouver. Dort hatten wir ja über die neuen Maschinen eingecheckt und deshalb keinen Stempel bekommen. Das fand sie gar nicht gut. Irgendwie schätzt man da wieder die europäischen, nämlich in der Regel abgeschafften Grenzkontrollen. Wir sollten alles dafür tun, dass das so bleibt und sich Nachbarn nicht so abgrenzen wie hier an diesen Landgrenzen Nordamerikas.




Mit tollen Blicken auf die Berge der Alaska Range, die hintereinander aufgereiht nochmal sichtbar wurden, fuhren wir hinunter nach Dalton City, der bedeutenderen der Goldgräberstädte hier im Norden.
Mit der Fähre überquerten wir den Yukon und fuhren in das berühmte Städtchen. 



Über den Schaufelraddampfer auf dem Yukon war sie von Whitehorse aus relativ schnell erreichbar und hatte einen unglaublichen Boom. Dann wurde sie wieder zum Dorf und der Tourismus bescherte ihr nun wieder eine Renaissance. Das Städtchen hat tatsächlich die Atmosphäre der vergangenen Zeit ganz gut konserviert. Man läuft auf Holzstegen, die Straßen sind schlammig und die Häuschen so, wie man es sich halt vorstellt für den wilden Westen. 



Wir haben uns alles angeschaut und abends sind wir dann in die Attraktion des Städtchens, in das Diamond Tooth gegangen - Can-Can-Show, Casino und Bar in einem. Ich war gespannt, ob überhaupt jemand da sei wird, denn so viele Touristen sind ja noch nicht unterwegs aber das Diamond Tooth füllte sich im Laufe des Abends. Hübsche Mädchen tanzten wie in alten Zeiten, die Roulette- und Black Jack-Tische füllten sich und auch an den einarmigen
 Banditen fanden sich Spieler ein. Kurt mischte sich ein bisschen unters Spielervolk. Aufbesserung der Urlaubskasse - ihr erinnert euch ;) ? Leider war auch dieser Versuch wenig erfolgreich und es ging ihm wie den armen Goldgräbern von damals: Kein Erfolg bei der Goldsuche und dann auch noch Pech im Spiel....





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