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Es werden Posts vom Mai, 2017 angezeigt.

24. Mai 2017

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Wir lassen die Goldgräberträume zurück in Chicken und machen uns auf den Top of the World-Highway. Welch ein Name. Er verspricht ja so einiges - To be on top of the world. Wir assoziieren das jetzt mal nicht politisch, sondern erwarten, wie vom Reiseführer versprochen, tolle Aussichten. Die Strecke ist zum Teil Schotterpiste, zum Teil aber auch schon eine frisch asphaltierte Straße. Die Zeiten, in denen die Passage nur den 4wheel-Trucks erlaubt wurde, sind vorbei (würde uns auch nicht stoppen,- wir haben ja einen davon). Wir sichten nun vermehrt Camper, die sich offensichtlich mittlerweile von Whitehorse kommend auf den  Weg gemacht haben, trotzdem ist die Strecke immer noch so leer, dass sich ein Grizzlie auf dem Highway sicher fühlte. Leider war auch er wieder blitzschnell im Dickicht verschwunden und entzog sich dem Fototermin. Ebenso ein Fuchs, von dem nur dessen Schwanz noch einen Moment länger zu erspähen war. Am lustigsten sind hier die ground-squirrels, diese ganz kleinen H...

23. Mai 2017

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Kurt war heute Nacht extra draußen um zu sehen, ob "sein" Bär wieder da ist und auch heute Morgen gingen suchende Blicke umher. Der hatte sich wohl aber doch zu sehr erschreckt und tauchte nicht wieder auf. Dafür hoppelten gigantische Hasen über den Platz... Wir verließen den Moon Lake und fuhren wieder auf dem Alaska Highway bis zur Abzweigung zum Tailor Highway. Dort fuhr uns der Schreck in die Glieder, denn auf einem Schild stand: Custom Closed. So ein Mist! Unsere ganze Planung über Chicken und den Top of the World-Highway nach Dawson zurück nach Kanada zu fahren, schien sich zu zerschlagen. Das würde bedeuten, die schon bekannte Route zurück zu fahren und einen schönen Teil der Route abschreiben zu können. Allerdings steht überall, dass die kleine Grenzstation immer Mitte Mai öffnet und die Straßen sind schneefrei, es gibt also eigentlich keinen Grund, warum der Übergang noch geschlossen sein sollte. Wir entschlossen uns, die 66 Meilen bis Chicken auf jeden Fall zu fahre...

21.und 22. Mai 2017

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Mit frisch gepackten Rucksäcken machten wir uns auf in die Alaskan Huskie Zuchtstation im Park.  Auf dem Weg begegnete uns ein Elch, versteckt im Gebüsch. Nur seine große Nase ragte heraus. Eine Rangerin informierte sehr kompetent und engagiert über das Programm der Huskie-Station des Parks. Die Station züchtet Hunde mit besonderen Eigenschaften, wie sie für die Winter in Alaska benötigt werden. "They would never win one of these beauty-contests for dogs but they are able to survive up to - 50° C." Wir durften die Hunde ein bisschen kennen lernen und streicheln und dann führten die Ranger vor, wie die Tiere vor einen Schlitten gespannt werden und was die Aufgabe der einzelnen Hunde ist. Im Winter besteht so ein Gespann aus 10 Hunden. Mangels Schnee wurde für die Vorführung nun auf einen Rollschlitten ausgewichen und dafür wurden 5 Hunde eingespannt. Bei der Energie und Schnelligkeit würde der Schlitten, respektive die Musherin in den Kurven ausgehebelt und einfach in den Büsc...

18., 19. und 20 Mai

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Um es kurz zu machen: Anchorage ist eine Versorgungsstation wie viele hier im Norden, nur größer. Es gibt eine Menge Geschäfte, die bekannten Lebensmittel- und Foodketten und eine relativ überschaubare Innenstadt mit vielen Souvenirläden, einem Hard Rock Café und einer großen Mall mit ziemlich exklusiven Geschäften. Anchorage ist interessant wegen seiner Umgebung und um sich zu vernünftigen Preisen mit Lebensmitteln einzudecken, ansonsten muss man hier nicht hin. Immerhin haben wir aber das Gegenprogramm zu unserer Verortung als Seniors erlebt. Beim Bestellen eines Biers wurden wir nach dem Ausweis gefragt *lach*. Später bekamen wir heraus, dass es Alaska-Law ist, weil es hier oben so viele Probleme mit Alkohol gibt, was man in Anchorage auch auf den Straßen beobachten kann. Jeder muss sich also ausweisen, der Alkohol kaufen möchte. Nach unserem Einkauf fuhren wir weiter in Richtung Denali National Park. Die Strecke führt an fischreichen Flüssen vorbei. Überall gibt es Angebote für Ang...

16. und 17. Mai 2017

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Am Campground des Kluane Lake hatten sich im Laufe des Abends dann doch noch ein paar weitere Campmobile eingefunden. Kurt betätigte sich als ambitionierter Holzhacker (mit Muskelkater am nächsten Tag) und bald hatten wir ein tolles Feuer und ein Wildnis-Menue: Spareribs mit Spargelrisotto aus grünem Spargel. Das dazugehörige Unterhaltungsprogramm lieferte unser amerikanischer Nachbar. Ein Riesengespann aus Truck und großem Wohnwagen, auf dem Dach ein Kanu und 2 Räder, im Truck saßen Mann, Frau und Hund. Innerhalb kürzester Zeit hatten sie drei Fahnen gehisst, 2 Solarpanele aufgestellt, etwas, was wie ein Dishwasher aussah, ein Willkommensschild mit ihrem Namen und dem Zusatz "We are friendly campers", einen Laufstall für den Hund und diverses anderes Equipment. Was man eben so braucht auf einem Campground im State Park. Dazu kamen lautstarke Begrüßungen (Howdy) und Unterhaltungen, ein riesiges Feuer obwohl sie im Camper saßen und weitere Kuriositäten. Crazy...

12., 13., 14. und 15. Mai

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Noch eine letzte Runde über den geliebten Platz am Boya Lake und dann ging es früh zurück auf den Cassiar Highway. Klar, dass die schwarzen Gesellen auch schon wieder am rumstromern waren :) Unser erstes Ziel war Watson Lake, wo wir die Vorräte auffüllten und im Sign Posts Forest nach Kurts Nummernschild schauen wollten, welches wir vor vier Jahren dort aufgehängt hatten. An zahlreichen Holzmasten haben Besucher aus aller Welt Wegweiser, Autokennzeichen, Orts- und andere Schilder genagelt. Der heimwehkranke Soldat Carl K. Lindley aus Illinois, hat während der Bauarbeiten am Alaska Highway mit einem Schild seines Heimatortes den Anstoß zu dieser Sammlung gegeben. Mittlerweile ist die bunte Schildersammlung auf über 74.000 angewachsen. Ein durchaus spannender "Wald" ist da im Laufe der Jahre entstanden. Das HU-Kennzeichen haben wir wieder gefunden und Kurt hat es um ein Schild des Fanclubs "Eagles around the world" ergänzt. Weiter ging es auf dem Alaska Highway und da...